• Dr. Renate Franke:
    "Lyrik und Prosa in der Malerei", in Berliner Morgenpost, Berlin, 26.9.1995
    Berliner Morgenpost /
    Kunstszene Berlin
    26. September 1995

    Lyrik und Prosa in der Malerei
    Werke von Godehard Lietzow und Karl Oppermann


    "Ludwig Lange stellt in seiner Galerie jetzt Arbeiten zweier Künstler vor, die seit Jahrzehnten zum eisernen Bestand der Berliner Kunstszene gehöreb, in der sie typische, aber ganz unterschiedliche Auffassungen vertreten.

    Godehard Lietzow, dessen "Aquarelle und Gouachen" im Obergeschoß der Galerie den kammermusikalisch feingestimmten Auftakt geben, ist ein Meister der Aquarellkunst. er hat diese Technik malerisch verdichtet, ohne dabei die Transparenz zu mindern. Lietzow gehört zur Fraktion der lyrisch-expressiven Abstraktion: seine Werke sind Gedichte, zum Bild geformte Reflexionen.
    Seit einiger Zeit wagt Lietzow sich auch an Großformate – "soweit die Arme reichen" – doch die Kabinettstücke überwiegen. In lichterfüllten Farbkontrasten formuliert er Impressionen von der Ostsee, von baltischen Sonnenuntergängen oder "Hellen Nächten". Dazu kommen melancholischere Arbeiten, die von goldenen oder samtblauen Farben bestimmt sind: "Herbstspiegelung", "Blaue Wasser" oder "Nocturnes" – Aquarellmalereien, in denen Bild, Stimmung und Gedanken zur ein heit verschmelzen."

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    Dr. Renate Franke

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